Den stressigen Alltag für einmal hinter sich lassen und wieder einmal ganz bewusst das einfache Leben geniessen – dafür ist das Maiensäss Städeli von Elisabeth Schmid in Furna der ideale Rückzugsort. 4 Tage ohne grossen Luxus, ohne Hektik, dafür mit umso grösserem Erholungspotenzial. Die erste Hüttengeschichte von Wildluchs aus dem schönen Prättigau.

Weit weg vom Alltag, weit weg vom Stress – dies war unser Ziel, als wir kurzfristig eine Hütte in den Bergen suchten. Natürlich sollte die Hütte auch nicht zu weit weg von zu Hause sein. Auf dem Internetportal sentiero.ch fanden wir ein passendes Objekt. Und siehe da, wir hatten Glück, denn die Hütte war an unserem Wunschdatum noch frei.

Das Städeli liegt an ungestörter Lage mit schöner Umgebung.

Die Hütte liegt etwas oberhalb von Furna ganz in der Nähe des Skigebietes Grüsch Danusa. Im Sommer ist die Hütte problemlos mit dem Auto erreichbar. Im Winter benötigt man Schneeschuhe, um zur Hütte zu gelangen. Da wir im Spätherbst oben waren und es noch keinen Schnee hatte, konnten wir problemlos mit dem Auto bis zur Hütte hochfahren. Oben angekommen begrüsste uns die charmante Hüttenbesitzerin Elisabeth mit einer feinen Gerstensuppe (wirklich die Beste die ich bisher gegessen habe) und führte uns durchs Städeli und erklärte uns alles bis ins letzte Detail.

Die urchige und gemütliche Stube ist am Abend wenn es draussen kalt wird ein willkommener Rückzugsort.

Elisabeth kümmert sich wirklich rührend um ihre Gäste. Dies fängt bei der Buchung an – geht weiter beim Empfang – und endet spätestens bei der Verabschiedung, wenn sie zurück hinunter ins Tal fährt. Nach der Verabschiedung beginnt das Abenteuer Städeli.

Draussen ist’s kalt – drinnen in der urchig warmen Stube gibt’s feines Raclette zum Nachtessen.

Das Städeli ist die letzte Hütte an der Zufahrtsstrasse und ist somit ideal und ruhig gelegen. Von der Hütte aus sieht man herrlich ins Sarganserland. In der Nacht wenn’s oben dunkel ist und unten im Tal die Lichter angehen, ist der Blick vom einsamen Städeli aus umso schöner. Man kann vom Städeli bis zum Schiferlift im Davoser Skigebiet schauen. Umso besser, wenn man einen Feldstecher dabei hat. Von etwas oberhalb des Städelis hat man einen super Blick auf den Falknis oder den Aussichtspunkt Sassauna oberhalb Fanas und die Österreicher Bergwelt um den Lünersee. Es lohnt sich definitiv, mal einen Spaziergang oberhalb der Hütte zu machen. Während unserem Aufenthalt konnten wir zweimal Rehe beobachten, einmal sogar direkt hinter dem Städeli.

Ein Bad im selbst aufgeheizten Zuber mit Sternen am Himmel - was will man noch mehr?

Ein weiteres Highlight im Städeli ist der Badezuber, den man mit Hilfe eines Badeofens selbst aufheizen muss. Dies benötigt viel Geduld und eine Menge Holz.  Die Mühen werden dafür mit einem herrlichen Bad unter Sternenhimmel belohnt. Im Städeli oben muss man selbst für warmes Wasser sorgen. Das Wasser holt man draussen im Brunnen – Holz gibt es genügend im angebauten Stall. Geheizt und gekocht wird ebenfalls mit Holz. Es wird einem wiedereinmal bewusst, wie einfach wir es unten im Tal haben. Hier oben wird einem schnell bewusst, dass es auch ohne grossen Luxus geht, und dass dieses einfache Leben sogar befriedigender sein kann.

Mit dem Badeofen wird das Wasser für den Zuber aufgeheizt – die Szenerie könnte nicht besser sein.

Wer gerne wandert findet hier oben garantiert etwas Schönes. Die Umgebung lädt gerade dazu ein, entdeckt zu werden. Am Anfang denkt man vielleicht, es könnte Langweile aufkommen. Bei uns war dies aber zu keinem Zeitpunkt der Fall.

Langeweile kommt hier oben nicht auf - es gibt immer etwas zu tun und zu entdecken.

Wir hatten Bücher zum Lesen dabei und oben in der Hütte gibt es unzählige weitere Lesemöglichkeiten sowie verschiedene Spiele. Einen Tag reservierten wir uns für eine Wanderung. Diese wird am Schluss des Berichtes kurz aufgeführt.

Auch die Umgebung hat viel zu bieten – eine Wanderung lohnt sich.

Der Aufenthalt im Städeli war Erholung pur! Wir kommen garantiert wieder und möchten das nächste mal das Städeli im Winter testen. Womöglich ist das Städeli im Winter nochmals eine Klasse besser, wer weiss… – wir sind gespannt und freuen uns auf das nächste Mal!

Daten zum Städeli

Ort
Etwas oberhalb von Furna (Graubünden), 1’600 m

Anreise
Am einfachsten mit dem Auto, im Sommer/Herbst Fahrt bis zur Hütte möglich, im Winter ca. 25 Minuten mit den Schneeschuhen ab Parkplatz

Einrichtung
Küche mit Holzherd und Stubenofen, Solaranlage für das Licht (Handys und Kameras können geladen werden) – ansonsten kein 230 V Anschluss, urchig gemütliche Stube mit Tisch und Bett, die Hütte ist komplett mit allem erdenklich Wichtigem für die Küche ausgestattet, grosse Auswahl an Gewürzen, Wein, Käse, Kartoffeln, diverse Weine, Käse, Salsiz und vieles mehr im Keller – bei der Buchung erhält man eine Liste mit allen vorhandenen Lebensmittel, Zuber zum Baden im Freien, schöne Sitzgelegenheiten im Freien

Anzahl Personen
3 Schlafzimmer für maximal 8 Erwachsene, meine Empfehlung – maximal 4 Erwachsene

Weitere Infos zum Städeli
www.eschmid.ch / Elisabeth Schmid

Bilder vom Städeli

Wandervorschlag Rundwanderung

Zeitbedarf
ca. 4h 45m

Schwierigkeit
Gut ausgebaute Wanderwege, leider mussten wir aufgrund einer gesperrten Strasse einen Umweg machen, nach dem Berghaus Scära empfehle ich rechts zu gehen und nicht dem GPS Track von unten zu folgen.

Strecke
16.4 km

Startpunkt
Städeli (1’600m)

Zielpunkte
Städeli, Rongg, Rona, Danusa, Ronen, Berghaus Scära (nur Sommerbetrieb), Wiss Stein, Schwendi, Säss, Ried, Städeli

Einkehrmöglichkeiten
Berggasthaus Scära

Höhendifferenz
Höhenunterschied 486 m – Maximale Höhe 1’840 m – Minimale Höhe 1’354 m – Vertikaler Aufstieg 611 m – Vertikale Distanz 1’225 m

Karte für die Tour

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